Archiv vom März 2009
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Mittwoch 04 März 2009
Crepes mit Ziegenkäse, Honig und Birnen
Frankreich lautete das Motto unseres letzten Treffen. Da meine Crepespfanne drohte staubig zu werden, beschlossen Markus und ich sie ihrer adäquaten Nutzung zuzuführen. Nach reiflicher Überlegung kamen wir zu folgendem Rezept:
Zutaten (4 Personen):
1 Williamsbirne (pro Person 1/4 Birne)
200 gr Ziegenfrischkäse (pro
Person ca. 80-100 gr)
1-2 Limetten
4 El Honig (wer's kräftig mag
nimmt einen Wald- oder Heidehonig, Menge nach Gefühl)
100 gr
Crème fraiche
250 ml Weißer Portwein
1 Zimtstange
2
Eier
100 g Mehl
250 ml Milch
1 Msp. Backpulver
2 El
Mineralwasser
1 Prise Salz
2 Tl Zucker
Butter
Zubereitung:
Eier, Mehl, Milch, Zucker, Salz und Backpulver zu einem glatten Teig
verrühren und ca. 20 Minuten quellen lassen. Das Mineralwasser
unterrühren. Die angegebene Menge gibt ca. 4-5 Crepes.
Eine
Pfanne, am besten natürlich eine Crepespfanne, oder eine beschichtete,
auf mittlerer Stufe erhitzen. Mit einem Backpinsel etwas Butter dünn in
der Pfanne verteilen. Etwas Teig einfüllen und schnell dünn in der
Pfanne ausstreichen. Crepes von beiden Seiten goldbraun backen.
Warmstellen. Übrigens geht der erste Crepe meist in die Hose, er wird
dem Crepe-Gott geopfert ;-)
Die Birnen vierteln und in dünne Spalten schneiden, in Limettensaft 15
Minuten marinieren. Währenddessen Honig im Portwein auflösen und dann
die Zimtstange zugeben. Alles zusammen erhitzen und einreduzieren
lassen. Zuletzt die Birnenspalten für ca. 2-3 Minuten zugeben und
durchziehen lassen. Die Birnen sollten nicht zu reif sein, da sie sonst
zerkochen.
Ziegenkäse mit der Crème fraiche verrühren und
portionsweise auf den Crepes verteilen, darauf die Birnenspalten
verteilen und alles noch mit der reduzierten Sauce beträufeln.
Honig und Ziegenkäse ist eine bekannte, leckere Kombination. An unserem
französischen Abend hatten wir einen leicht gesalzenen Ziegenfrischkäse,
der zusammen mit dem kräftigen Heidehonig eine spannende Mischung ergab.
Wer's milde mag nimmt vielleicht ganz klassisch einen Akazienhonig, der
Käse sollte dann allerdings keinen "deutlichen" Salzgeschmack haben.
Gedünsteter Rochenflügel in brauner Butter
Zum Thema Frankreich erfreuten wir uns an diesem Zwischengang:
Zutaten:
Rochenflügel
Butter
Kapern
Zitronen
Thymian
Roter
Pfeffer
Fleur de Sel
Zubereitung:
Rochenflügel auf Alufolie legen. Mit Zitronenzesten, rotnm Pfeffer,
einem kleinen Zweig Thymian und ein paar Kapern sowie
Zitronenfiletstückchen belegen.
In der geschlossenen Alufolie
ca. 25- 30 Minuten im Ofen (ca. 200 Grad) garen.
Aus dem Ofen nehmen,
Rochenflügel auf vorgewärmte Teller legen und mit weiteren
Zitronenfilets und -zesten, Kapern sowie rotem Pfeffer und Salz würzen.
Mit
geklärter, brauner Butter beträufeln.
Geklärte Butter stellt man so her:
Butter in einer Pfanne
erhitzen und dann dann entstehenden weißen Schaum mit einem Löffel
vorsichtig entfernen. Im Verlaufe dieser Prozedur wird sie braun und
sehr aromatisch. Verbrennen sollte sie allerdings nicht, also auf die
Temperatur achten.
Zu den Rochenflügel passen Petersilienkartoffeln.
Halbgebratenes Rindersteak mit Cherrytomatensalsa
Ebenfalls beim Rinderabend haben wir dieses grandiose Rezept, welches im wesentlichen auf Ralf Zacherl zurückgeht, genossen.
Zutaten:
Rinderhüftsteak oder Filet. Die einzelnen Scheiben sollten mindestens
eine Stärke von 3cm haben!
Cherrytomaten
Frühlingszwiebeln
Limonen
Chilischoten
Kapern
Olivenöl
Soja
sauce
Honig
Basilikum
Pinienkerne
Fleur de Sel
Pfeffer
Zubereitung:
Die Steaks von einer Seite mit einem sehr scharfen(!) Messer kreuzweise
einschneiden, so dass die Oberfläche fast wie Tartar aussieht.
Cherrytomaten
vierteln, Frühlingsziebeln kleinschneiden, Chilischoten ebenso. Eine
Limone filieren, eine weitere auspressen (je nach Menge der Salsa nicht
den ganzen Saft verwenden). Das Ganze mit eine wenig Kapern, Schuß
Sojasauce, eine wenig Honig sowie Olivenöl vermengen. Salzen und
pfeffern. Basilikum drüber zupfen.
Pinienkerne in einer Pfanne
anrösten.
Die Steaks auf der unversehrten Seite scharf anbraten.
Und zwar nur auf dieser Seite! Das nimmt ungefähr 3-5 Minuten in
anspruch. Steaks anschließen auf den Teller geben, mit der Sals die
Tartarseitebedecken (großzügig) und schließlich mit den gerösteten
Pinienkernen betreuen.
Dazu passt („großes Kino“, sagte Andreas) ein
Coto de Hayas Riserva.
Das ganze ist ein Feuerwerk für die
Geschmacksnerven.
Rinderleber auf Blattsalaten mit frischen Feigen
Im Rahmen unseres Rind-satt-Mottos gab es diese Vorspeise:
Zutaten:
Frische Rinderleber (diese war sozusagen noch warm, die Schlachtung war
gerade erfolgt)
Schalotten
Verschiedene Blattsalate (Rukola,
Radicchio, Feldsalat)
Frische Feigen
Granatapfelkerne
Kürbiskernöl
Himbeeressig
Fleur
de sel + Pfeffer
Zubereitung:
Blattsalate waschen und auf Tellern anrichten. Feigen schälen und in Scheiben schneiden. Ebenfalls schön auf die Teller drapieren. Schalotten hacken und in Himbeeressig baden.
Granatapfel entkernen. Blattsalate mit dem Kürbiskernöl beträufeln und Schalotten hinzufügen. Zusätzlichen Essig braucht`s nicht mehr.
Die Rinderleber scharf anbraten. Die Leber sollte nicht länger als 2,5 Minuten von jeder Seite gebraten werden. Wir wollen keine Schuhsohle herstellen! Leber in Streifen schneiden und auf dem Salat anrichten. Jetzt erst mit Salz und Pfeffer würzen, die Granatapfelkerne als zusätzliche Dekoration dazu geben und fertig.