Archiv vom Juli 2007
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Sonntag 29 Juli 2007

Gnocchi in Salbeibutter

Ein wunderbar aromatisches Zwischengericht mit dem unvergleichlichen Aroma von Salbei und Parmesan. Das Rezept ist für sechs Personen als Zwischengericht gerechnet, für ein Hauptgericht einfach die Mengen verdoppeln.

Zutaten:

750 gr. mehlig kochende Kartoffeln
ca. 400 gr. Mehl
5 Eigelb
90 gr. frische Butter
100 gr. Parmesan, gerieben
12 Blätter frischer Salbei
Salz, Pfeffer
extra Parmesan zum Bestreuen

Zubereitung:

Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, leicht abdämpfen und mit dem Stampfer oder der Kartoffelpresse fein pürieren. Auf keinen Fall mit dem Pürierstab! In eine Schüssel geben und ca 250 gr. Mehl und etwa 30 gr. Parmesan dazu geben. Alles sehr schnell leicht durchkneten. Unbedingt schnell arbeiten und nicht zu sehr kneten, sonst benötigen die Kartoffeln noch mehr Mehl und das wäre nicht gut. Jetzt eine Vertiefung in den Teig machen und die Eigelb hinzu geben. Wieder schnell durchkneten bis ein weicher, klebriger Teig entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das restliche Mehl auf die Arbeitsfläche geben und verteilen. Mit bemehlten Fingern ein etwa Ei großes Stück Teig abnehmen, daraus eine Kugel und diese auf dem Tisch zu einer fingerdicken Schlange ausrollen. Diese mit einem Messer in ca. 1½ cm breite Stückchen schneiden. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Die fertigen Gnocchi auf ein Blech geben und gleichmäßig mit Mehl bestäuben. In einem großen Topf eine reichliche Menge Salzwasser zum Kochen bringen. Darin die Gnocchi portionsweise garen. Sie sind fertig, wenn sie im Topf an der Wasseroberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in eine vorgewärmte Schüssel geben.
Während die Gnocchi garen, nebenher die Salbeiblätter fein schneiden. Die fertigen Gnocchi zusammen mit 60 gr. Butter, der Hälfte des Salbei und dem restlichen Parmesan in einer großen Sauteuse etwa 1 Minute sautieren, in eine vorgewärmte Schüssel geben. Die letzte Butter und den Rest Salbei in der Sauteuse aufschäumen und über die Gnocchi geben. Sofort servieren. Eine Schale mit frischem, geriebenem Parmesan getrennt dazu reichen.
Dazu passt ein fruchtiger, leichter Weißwein.

Von Jens J. um 17:37 | Permalink | Kategorie: Rezepte

Freitag 27 Juli 2007

Kochbücher die in keiner Küche fehlen dürfen

Kochbücher gibt es wie Sand am Meer und es gibt ebensoviele gute wie schlechte. Von den Guten möchte ich hier drei vorstellen, wovon zwei meines Erachtens in keiner Küche fehlen dürfen.

Eines der Kochbücher die in keiner Küche fehlen sollten ist: „Die neue große Kochschule“ von Arnold Zabert. Bei mir im Regal steht noch die erste Ausgabe von 1984, welche damals übrigens den Kodak Fotobuchpreis erhalten hat. Inzwischen mit einer neuen Ausgabe auf dem Markt vermittelt dieses Buch die Standards die man beim Kochen beherrschen sollte. Jedes Kapitel beginnt mit einem Grundrezept, welches reichlich bebildert erklärt wird, dann werden die Variationsmöglichkeiten gezeigt. Ein Kochbuch, absolut für Anfänger geeignet, aber auch Fortgeschrittene finden immer noch Anregungen in diesem wunderbaren Buch.

Als nächstes sind die Kochbücher von Jamie Oliver zu nennen. Der quirlige Engländer muss sicher nicht mehr vorgestellt werden. In mittlerweile sieben Büchern führt er in die Geheimnisse seiner Küche ein und vermittelt mit einer lockeren und ungekünstelten Schreibe das Gefühl: „Was der kann, kann ich auch.“ Und so traut man sich schnell auch an kompliziertere Gerichte heran. Gut für Anfänger geeignet ist sicher: „Besser kochen mit Jamie“ während die anderen etwas mehr Erfahrung voraussetzen.

Mein persönlicher Liebling, der wirklich in keiner Küche fehlen sollte, ist: „Harry‘s Bar Kochbuch“ von Arrigo Cipriani, dem Besitzer der weltberühmten Bar in Venedig. Cipriani zeigt in 200 überschaubaren Rezepten einfache italienische Küche auf hohem Niveau. Das heißt aber nicht, dass die Gerichte kompliziert und überkandidelt sind. Sondern es werden einfache, aber beste Zutaten genommen die fast immer zu Haus vorrätig und wenn nicht, so doch leicht zu besorgen sind. Die Gerichte werden ganz unprätentiös zubereitet, wahrscheinlich wie sie „la Mama“ gemacht hätte und das ist einfach nur lecker. So ganz nebenbei erfährt man auch noch die Eine oder Andere Anekdote aus der Bar in der schon Berühmtheiten wie Hemingway, Chaplin oder Welles verkehrten.

Von Jens J. um 14:34 | Permalink | Kategorie: Sonstiges

Sonntag 22 Juli 2007

Garnelen in Currysauce

Kürzlich gab es ein wunderbares Angebot dem ich nicht widerstehen konnte. Das Kilo fangfrische Garnelen für weniger als 3 Euro. Eigentlich muss man bei dem Preis fast misstrauisch werden, aber die Dinger waren knackfrisch, also hab ich mich ordentlich eingedeckt. Einen Teil eingefroren, den anderen gleich verarbeitet. Leider bleibt nach dem Pulen meist nur ca. die Hälfte an Garnelenfleisch übrig, aber das reicht immer noch für eine leckere Mahlzeit.

Zutaten für 4 Personen:

500 gr. Garnelen, geschält
1 Apfel
2 Möhren
1 Stange Staudensellerie
1 kleine Zwiebel
1 Chili (wer's schärfer mag nimmt mehr)
1 Dose (350ml) Kokosmilch
1 daumengroßes Stück frischen Ingwer, gerieben
1 El Tamarindenpüree
1 El Garam Masala
1/2 Bund Koriander
Saft von 1 Limette
Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Zubereitung:

Den Apfel und die geschälten Möhren grob raspeln, Staudensellerie, Zwiebel und die Chili in sehr feine Stückchen schneiden. In einer großen Pfanne einen Spritzer Erdnussöl auf mittlerer Hitze erwärmen und darin das Gemüse anbraten. Achtung, das Gemüse sollte nicht scharf angebraten werden, sondern bei milder Hitze glasig werden. Nach ca. 7 Minuten fügt man die Kokosmilch, Ingwer und das Tamarindenpüree hinzu, dann Garam Masala und den geschnittenen Koriander. Die ganze Geschichte sollte jetzt noch etwa 3 Minuten vor sich hin köcheln, dann können die Garnelen zugefügt werden. Gut umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag kann auch noch mit einem kräftigen Spritzer Limettensaft den Geschack abrunden. Noch etwa 1 Minute ziehen lassen. Fertig! Dazu scheckt natürlich Reis, gerne Duftreis. Als Getränk empfiehlt sich ein gut gekühltes Bier.

Bei diesem Rezept ist es wichtig ein wenig auf die Garzeiten zu achten, deswegen Zwiebel und Sellerie wirklich ganz fein schneiden. Das geht nur mit einem richtig scharfen Messer. Ich mag es, wenn Apfel und Möhren noch ein klein wenig Biss haben, deswegen nehme ich die grobe Raspel, auf der feinen wird's zu matschig. Garnelen mögen keine langen Garzeiten, da sind 2 Minuten fast schon zu viel. Sie werden dann leicht zäh. Also, schnell rein damit, heiß werden lassen und fertig.

Tamarindenpüree und Garam Masala bekommt man im gut sortierten Asiamarkt. Jeder bessere Supermarkt führt Kokosmilch und frischen Koriander.

Von Jens J. um 18:23 | Permalink | Kategorie: Rezepte
Bearbeitet am: Sonntag 22 Juli 2007 18:28
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